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Eine Auswahl aktueller Veröffentlichungen

Disziplin- und fächerübergreifendes Arbeiten ist eines der gemeinsamen Merkmale der Bildung für nachhaltige Entwicklung und der sozialökologischen Forschung oder der Nachhaltigkeitsforschung. Aus der Nachhaltigkeitsforschung oder auch der Klimaforschung entstehen Handreichungen, die Forschenden, politischen EntscheiderInnen, Institutionen, Verbänden, der Zivilgesellschaft aber auch den Haushalten Zusammenhänge verschiedener Nachhaltigkeitsthemen wie Klimawandel, Biodiversität und Bodenerosion aufzeigen, und Kriterien für die gemeinsame Initiative für Nachhaltigkeit ableiten. Nachfolgend stellt ANU einige aktuelle Handreichungen und Wegweiser aus der Nachhaltigkeitsforschung vor.

Die Handreichungen beleuchten Ideentransfers und fordern dazu auf, gemeinsam Nachhaltigkeitsprozesse zu etablieren, oder vermitteln Kriterien für die Realisierung nachhaltiger Entwicklung in Forschung und politischen sowie gesellschaftlichen Gestaltungsprozessen.

„Klima-Alltag“ ist nur eines von zahlreichen Projekten im Förderschwerpunkt „Sozial-ökologische Forschung (FÖS)“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Unterstützt von externer Beratung und Information sowie sozialwissenschaftlicher Begleitung verpflichteten sich etwa 80 Kölner Haushalte seit Mai 2011 in einem Feldversuch ihre alltäglichen Abläufe und Routinen klimafreundlicher zu gestalten. In den Handlungsfeldern Ernährung, Energie und Mobilität setzten die Haushalte aller Milieus und Schichten Tipps zum Klimaschutz in ihrem Alltag um. Erste Ergebnisse der sozialwissenschaftlichen Forschung verdeutlichen, dass die Bereitschaft zur ökologisch und sozial verträglichen Umgestaltung des Alltages hoch ist. Sind diese Umgestaltungsprozesse erfolgreich, multiplizieren sie sich zudem im Freundeskreis, der Familie oder unter Arbeitskollegen. In einem ersten Rückblick geben viele der Teilnehmenden Haushalte an, dass die größte Schwierigkeit auf dem Weg zum klimafreundlicheren Alltag im Schritt vom Wissen zum Handeln liegt. Gelingt den Haushalten dieser Schritt, bestehen gute Chancen auf eine dauerhaft nachhaltigeren Lebensstil und die Ausstrahlung der Umstellungen im Bereich der sozialen Nahkontakte

  • Projektpartner:
    Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE, Frankfurt a. M.), Verbraucherzentrale NRW, Karl-Franzens-Universität Graz – Institut für Soziologie, Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)

 

„Klimaforschung – Fakten für Entscheider“ stellt verschiedene Forschungsprojekte und –Initiativen der „Forschung zum Globalen Wandel“ aus dem BMBF Förderprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung (Fona)“ vor. Aus Anlass der jüngsten UN-Weltklimakonferenz in Doha möchte die Broschüre politischen EntscheiderInnen die wichtigsten Erkenntnisse und Hintergründe aus der Klimaforschung sowie zu Verschränkung von Klimawandel und anderen Nachhaltigkeitsthemen vermitteln.

Als globales Phänomen beschrieben, verdeutlichen anschaulich aufgearbeitete Forschungsergebnisse etwa die regionale Unterschiedlichkeit der Folgen der Klimawandels. Weitere Artikel führen in den Zusammenhang von Klimawandel und Bedrohung der Biodiversität ein, oder spüren den Herausforderungen politischer Verhandlungen zu Klimaschutz und Klimaanpassung im globalen Rahmen mit spieltheoretischen Methoden nach.

  • Weitere Informationen zum Bereich „Globaler Wandel“ im Förderprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA)“ des BMBF: www.fona.de/de/9906

 

Die lokale Ebene (Stadt, Gemeinde, Region) bietet für Bildungsakteure für nachhaltige Entwicklung, für Verbände und Kommunalpolitik, Zivilgesellschaft und Bürgerinnen ein unschätzbar wichtiges Experimentierfeld. Nachhaltige Entwicklung bedeutet eine gleichgewichtete Behandlung der Sphären Ökologie und Sozialem neben der Ökonomie. Umweltpolitische Maßnahmen

 

Welchen Kriterien, Prinzipien und Leitgedanken muss politikorientierte Nachhaltigkeitsforschung genügen? Fördernde Institutionen und politische GestalterInnen benötigen gleichermaßen Unterstützung, um Nachhaltigkeitsforschung praxis- bzw. umsetzungsorientiert und qualitativ gesichert voranzutreiben. Die Adressaten von Nachhaltigkeitsforschung (z.B. politische EntscheiderInnen), die fördernden Instanzen und Institutionen sowie die Forschenden selbst agieren in unterschiedlichen Handlungslogiken und Systemen. Gleichsam beschäftigt sich Nachhaltigkeits-forschung „mit einer Art von Problemen, die den Rahmen einzelner Fachdisziplinen“ überschreitet. So werden Dialog, ein gemeinsames Verständnis und praxisnahe sowie gesicherte Qualitätskriterien notwendige Kriterien für Nachhaltigkeitsforschung. Ein im Auftrag des Umweltbundesamtes veröffentlichte Broschüre entfaltet ein akteurspezifisches Anforderungsprofil für die Beteiligten der Nachhaltigkeitsforschung. Die aus der Forschungspraxis abgeleiteten Kriterien der Nachhaltigkeitsforschung weisen eine erstaunliche Nähe zu den Teilkompetenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung auf. Die Broschüre ist somit auch für Akteure der Bildung für nachhaltige Entwicklung ein guter Wegweiser. Das trifft vor allem zu, wenn Bildungsprojekte zu nachhaltiger Entwicklung sozial- oder naturwissenschaftlich begleitet bzw. unterstützt werden.


<p></p><p></p><p>Bild: By Hannes Grobe, Alfred Wegener Institute (Self-published) [CC-BY-SA-2.5 (http://www.creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)], via Wikimedia Commons</p><p></p> <p></p>