Newsbeitrag anzeigen

20. und 21.11.2015, Papenburg

Leben entsteht im Boden, Leben vergeht im Boden. Boden ist eine wichtige und nicht vermehrbare Ressource. Boden speichert Kohlenstoff, reinigt Wasser, bindet Nährstoffe. Boden verschwindet weltweit durch Versiegelung oder Erosion. Welche Beziehung haben wir zum Boden, zu Erde? Wie können UmweltpädagogInnen mit kulturellen und kreativen Methoden im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung mit dem Thema Boden arbeiten? Im Internationalen Jahr des Bodens der UN lädt die ANU ein, »Von ganz unten« einen neuartigen Zugang zu Erde und Boden zu entdecken.

Im Seminar werden das Kultivieren von Boden und die „Kultur des inneren Menschen“ (Ernst F. Schumacher) zusammen gedacht.

Bodenkunde und Landwirtschaft kennen Humuszehrer und Humusmehrer. Was sind  heute, analog dazu, Humanzehrer und Humanmehrer? Gibt es Denk- und Handlungsweisen in unserem Alltag, die auszehren oder versiegeln, wie es z.B. chemische Substanzen oder Asphalt es mit Boden und Erde tun? Was hingegen wären Formen des Wahrnehmens, Erkennens und Kommunizierens, die zu einer „Kultur des inneren Menschen“ als Humus zu­kunfts­fähiger Gesellschaften führen?

Das Seminar »Von ganz unten« basiert auf der Idee der Sozialen Plastik. Diese beinhaltet ein erweitertes Verständnis von Kunst, bei dem „jeder Mensch ein Künstler“ ist (Joseph Beuys). Wir  können unsere Gesellschaft, unsere Wirtschaft human gestalten - human im Sinne von nachhaltig und menschenwürdig.

Zu den vermittelten kreativen Strategien zählen aktives Sehen und aktives Zuhören, das dialogische Prinzip, bildhaftes Denken, das Finden des »inneren Humus« und Prozesse wie »Vom Es zum Du«.

Das Seminar findet im Rahmen des ANU-Projektes »Vom Handeln zum Wissen – Umweltzentren als Change Agents einer Transforma­tion von unten« in Kooperation mit dem und.Institut, Berlin, statt. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und dem Umweltbundesamt.

Datum: Fr, 20.11.15 ab 15:30 Uhr bis Sa, 21.11.15 16:00 Uhr

Ort: Historisch Ökologische Bildungsstätte, Spillmannsweg 30,
26871 Papenburg, www.hoeb.de 

Veranstalter: ANU Bundesverband e.V., www.umweltbildung.de/transformation.html

Referentin: Dr. Hildegard Kurt ist Kulturwissenschaftlerin, Autorin und Mitbegründerin des »und.Institut für Kunst, Kultur und Zukunfts­fähigkeit e.V.« in Berlin. In Seminaren und Werkstätten verbindet sie das seit Joseph Beuys erweiterte Verständnis von Kunst mit Fragen der Gestaltung einer zukunftsfähigen Zivilisation. Ihre jüngsten Bücher sind »Die rote Blume. Ästhetische Praxis in Zeiten des Wandels« (mit Shelley Sacks, thinkOya, 2013) und »Lebendigkeit sei! Für eine Politik des Lebens« (mit Andreas Weber, thinkOya, 2015), www.hildegard-kurt.de und www.und-institut.de. 

Teilnehmerzahl: Zugunsten eines intensiven Werkens beträgt die maximale TeilnehmerInnenzahl 12.

Kosten: 60,00 Euro

Anmeldung und weitere Infos bei Angelika Schichtel in der Bundesgeschäftsstelle der ANU unter schichtel(at)anu.de

Foto: Rebecca Gasson

 

Dateien: