Interkulturalität

Interkulturalität außerschulischer Bildungsorte im Naturschutz

Ziel

Das Vorhaben trägt dazu bei, die naturschutzbezogenen Bildungsangebote der Umweltzentren für ein breiteres Publikum zu öffnen und damit Naturschutz stärker zugänglich zu machen, sowie ihn besser in der Gesellschaft zu verankern.

Durch eine höhere Berücksichtigung von Interkulturalität – und anderen diversitätsbezogenen Dimensionen – sollen außerschulische Lernorte ihre Angebote für bisher weniger berücksichtigte Zielgruppen attraktiver gestalten. (Kulturelle) Barrieren sollen abgebaut und somit eine stärkere Beteiligung von Menschen mit Migrationsgeschichte am Dialog und an der Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie sowie an Naturschutzdiskussionen ermöglicht werden.

Maßnahmen

Über einen Zeitraum von 24 Monaten geht der ANU Bundesverband e.V. in folgenden Schritten vor: Mittels Recherche und Erhebung wird untersucht, inwieweit Interkulturalität in außerschulischen Lernorten berücksichtigt und etwaige Ausschlussmechanismen erkannt und bearbeitet werden. Gemeinsam mit einer projekteigenen Kerngruppe von PraxisexpertInnen aus naturschutzbezogenen Lernorten sowie wissenschaftlichen ExpertInnen aus Migrations- und Diversitätsforschung wird ein Soll-Zustand bezüglich „Außerschulische Lernorte“ und Interkulturalität sowie Vielfalt erarbeitet. An diesem Soll-Zustand orientiert werden die Kerngruppenmitglieder gemeinsam mit MigrantInnenselbstorganisationen in lokalen Modellmaßnahmen vor Ort interkulturelle Lernangebote erproben. Bei einer bundesweiten Fachtagung werden die Ansätze mit einem breiten Kreis von ExpertInnen aus Umweltbildung, Integration und MigrantInnenselbstorganisationen vorgestellt und diskutiert. Auf Basis dieser Erfahrungen werden vorhandene Konzepte für Bildungsmaterialien und Fortbildungen weiterentwickelt. Um die Ergebnisse für einen Interessentenkreis aus (Umwelt)Bildungs- und Weiterbildungsinstitutionen nutzbar zu machen, werden zum Ende vier regionale Fortbildungen durchgeführt. Die Projektergebnisse werden zudem in die naturschutzfachliche Diskussion sowie in die Diskurse um Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung eingespeist.

Förderung: Das Projekt wird durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert.

Laufzeit: September 2018 bis August 2020

Leitung und Kontakt: Annette Dieckmann, Tel. 069 / 716 733 29 -21