Regionale Produkte unökologisch?

Die Universität Gießen hat eine Studie veröffentlicht, nach der viele regionale Produkte wie Fruchtsäfte oder Lammfleisch in ihrer Ökobilanz keineswegs günstiger abschneiden als solche aus Übersee, trotz Transportwegen von bis zu 14.000 km. Der Grund liege darin, dass regionale Klein- und Kleinstbetriebe energetisch bei weitem nicht mit größeren und energieeffizienteren Betrieben in Übersee konkurrieren können. Der Autor der Studie, Professor Elmar Schlich, spricht in diesem Zusammenhang von "Ecology of Scale" - der Ökologie der Betriebsgröße. Nur wenn auch in der Region eine effiziente Mindestbetriebsgröße vorliege, könne zu Recht von Lebensmitteln mit "hoher ökologischer Qualität" gesprochen werden. Er berücksichtigt dabei allerdings nicht, dass die ökologische Betriebsgröße nicht nur von der Energiemenge abhängt, sondern auch etwas mit weiteren Faktoren wie Naturschutz oder Erhalt von Arbeitsplätzen zu tun hat.

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