GLOPE - Globale Perspektiven auf Ernährung

Projekt: "Die Globale Perspektive nachhaltiger Ernährung in den Angeboten außerschulischer Bildungseinrichtungen – Adaptionen zum Thema Sojaimporte"

Hintergrund: Das Thema Ernährung hat im globalen Kontext weitreichende Auswirkungen auf Menschen und die natürlich Umwelt. Insbesondere die durch einen hohen Milch- und Fleischkonsum geprägte Ernährungsweise im Globalen Norden wirkt sich mitunter drastisch auf Ökosysteme sowie Lebens-, Arbeits- und Entwicklungsbedingungen der Menschen im Globalen Süden aus. Außerschulische Umweltbildungseinrichtungen thematisieren das Handlungsfeld Ernährung bereits seit vielen Jahren. Eine Verknüpfung von Bildungsangeboten zur Ernährungsweise im Globalen Norden und dem Schutz von Biodiversität und Ökosystemleistungen sowie weiterer ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Aspekte des Soja-Anbaus im Globalen Süden bietet die Möglichkeit, komplexe globale Zusammenhänge exemplarisch zu behandeln und zu einem Wandel der ursächlichen Situation beizutragen. Für Multiplikator*innen kann es allerdings eine Herausforderung darstellen, den Schnittstellenbereich Ernährung im Globalen Norden und Auswirkungen im Globalen Süden in der eigenen Arbeit aufzugreifen.

Ziel: Das Projekt zielt darauf ab, außerschulische Bildungsanbieter*innen der Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu unterstützen, die globalen Auswirkungen (z.B. Biodiversitätsverlust, Verlust von Ökosystemdienstleistungen, Menschenrechtsverletzungen) der durch einen hohen Milch- und Fleischkonsum geprägten Ernährungsweise im Globalen Norden anhand des Beispiels Sojaanbau vermehrt im eigenen pädagogischen Angebot zu thematisieren. Dabei soll aufgezeigt werden, durch welche Methoden und Formate dieses Themenfeld in das eigene Bildungsangebot eingebaut werden kann. Dadurch sollen mehr Teilnehmende der Bildungsveranstaltungen von außerschulischen Umweltbildungseinrichtungen die Möglichkeit zu Denkanstößen, einem Perspektivwechsel sowie neue Kenntnisse bezüglich der Ernährungsweise im Globalen Norden und deren Auswirkungen im Globalen Süden vor dem Hintergrund der SDGs und entsprechender alltagsrelevanter Handlungsoptionen und (politische) Beteiligungsmöglichkeiten erhalten.

Maßnahmen: Im Rahmen des Projektes werden anhand einer Recherche, einer Online-Erhebung sowie gezielter Gespräche Beispiele guter Praxis, fachliche Basisinformationen und weitere Lernmaterialien der BNE, die das Projektthema behandeln, identifiziert. Die Online-Erhebung beinhaltet eine flächendeckende Umfrage, die sich an Akteur*innen der außerschulischen Umweltbildung und BNE im Netzwerk der ANU richtet. In einem Expert*innenworkshop mit Vertreter*innen des Globalen Lernens und der BNE werden die Ergebnisse der Online-Recherche und -Erhebung diskutiert und Weiterentwicklungen vorgeschlagen. Anschließend werden die Ergebnisse in einer Online-Dokumentation sowie in Vorträgen der Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht.

Laufzeit: April 2020 bis Dezember 2020

Ansprechpartnerin: Julia Pesch, Tel. 069/ 977 833 93, E-Mail

 

Gefördert durch:

ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung