https://unsplash.com, Katja Anokhina
Kinder stellen Fragen. Oft viele Fragen. Zu dem, was sie sehen, hören und erleben – und oft auch zu Themen, die weit über ihren eigenen Alltag hinausgehen: Wieso haben nicht alle Menschen genug Wasser? Warum werden Wälder abgeholzt, obwohl wir Bäume doch brauchen? Und was hat das alles eigentlich mit mir zu tun?
Globale Krisen und Ungleichheiten sind längst Teil der Lebenswelt von Kindern. Umso wichtiger ist es, dass sie früh lernen, diese Eindrücke einzuordnen, Zusammenhänge zu verstehen und eigene Handlungsmöglichkeiten zu entdecken. Dies soll Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ermöglichen und unterstützen.
Doch so klar der Anspruch ist, so herausfordernd ist oft die Praxis und der Schulalltag: volle Lehrpläne, Zeitdruck, Unsicherheiten im Umgang mit komplexen globalen Themen. Nachhaltigkeit wird oft als „Zusatzaufgabe“ wahrgenommen – obwohl sie sich eigentlich wunderbar an bestehende Inhalte andocken lässt. Wie also können globale Perspektiven altersgerecht, motivierend und ohne zusätzlichen Stress in den (Grundschul-)Unterricht integriert werden? Dieser Frage widmet sich diese Ausgabe der ökopädNEWS. Der erste Beitrag von Cindy Prager zeigt, wie die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) als inhaltlicher Rahmen genutzt werden können, um vertraute Themen aus dem Grundschulalltag mit globalen Zusammenhängen zu verknüpfen. Im anschließenden „Blickpunkt“ wird mit der digitalen Lernplattform „Digital-ESD“ ein konkretes Praxisbeispiel vorgestellt, das Lehrkräfte mit sofort einsetzbaren Materialien unterstützt – niedrigschwellig, kindgerecht und nah an der Lebensrealität der Schüler*innen.
Eine bereichernde Lektüre wünscht Larissa Donges Vorsitzende der ANU
Zu den ökopädNEWS Februar 2026