ökopädNEWS April 2026

Foto: Förderverein NaturGut Ophoven

Was macht Kinder glücklich und wie hängt Glück eigentlich mit Nachhaltigkeit zusammen? Diese Fragen bieten einen wunderbaren Einstieg, um Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) bereits in der frühen Kindheit erfahrbar zu machen. Denn Glück entsteht nicht nur durch kleine Alltagsfreuden, sondern auch, wenn Kinder erleben, dass ihr Handeln für andere Menschen, Tiere oder die Umwelt Bedeutung hat.

In dieser Ausgabe zeigen wir, wie Nachhaltigkeit und Glück im Kita- und Grundschulalltag eng miteinander verbun-den werden können.
Der Beitrag von Prof. Dr. Michael Obermaier und Prof. Dr. Patrick Isele macht deutlich, dass gerade die frühe Kindheit große Potenziale hat, um Kinder für ökologische, soziale und gesellschaftliche Zusammenhänge zu sensibilisieren und ihre Gestaltungskompetenz für die Zukunft zu fördern. Projekte wie „Die Glücks-Bande“ machen anschaulich, wie Kinder bereits in der Kita spielerisch Verant-wortung übernehmen, Konflikte lösen und erste demokratische Erfahrungen sammeln können. Einen inhaltlichen Orientierungs-rahmen geben dafür die 17 Ziele für nach-haltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs).
Im Blickpunkt gehen Ute Rommeswinkel und Maren Sartory genauer auf den Ansatz und die Angebote der „GlückBande“ ein. Sie zeigen, wie Nachhaltigkeit und Glück im Kita-Alltag erfahrbar werden können, z.B. durch ein interaktives Mitmachkino, ein Puppenspiel oder Feli, die Botschafterin der „GlücksBande“. Die Kinder erleben, dass ihr Handeln direkte Auswirkungen auf ihre Umwelt und Mitmenschen hat. Dabei wird deutlich, wie eng soziale Nachhaltigkeit, gemeinsames Spielen, Helfen oder Teilen und ökologische Fragestellungen zusam-menhängen.
Für Fachkräfte heißt das: Mit den richtigen Materialien, Fortbildungen und praxisnahen Anleitungen lässt sich BNE leicht und spielerisch im (Kita-) Alltag verankern. Und die Kinder entdecken früh, dass sie die Welt aktiv mitgestalten können. Sie spüren, dass ihr Handeln zählt und Glück etwas ist, das man teilen kann.

Eine bereichernde Lektüre wünscht
Larissa Donges
Vorsitzende der ANU

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