24 Jahre lang war Annette Dieckmann Vorsitzende des ANU-Bundesverbands. Nun zog sie sich aus dem ehrenamtlich arbeitenden Vorstand zurück. Die Mitgliederversammlung der ANU wählte am 28.11.2025 Larissa Donges (Unabhängiges Institut für Umweltfragen, UfU), einstimmig zur neuen Vorsitzenden. Annette Dieckmann bleibt weiterhin hauptamtliche Geschäftsführerin der Bundes-ANU.
Im Rahmen von 35 Jahren erfolgreicher Arbeit der ANU seit der Vereinsgründung 1990 blickte der Sprecherrat zurück auf die Anfänge und würdigte das 24-jährige Wirken von Annette Dieckmann als Geschäftsführerin und Vorsitzende. Wegbegleiter*innen aus der ANU zeigten Annette Dieckmann ihre Wertschätzung mit 24 kleinen Geschenken, passend zu den vielfältigen Aufgaben ihres Wirkens.
Zu den wichtigen Projekte der ANU, die Annette maßgeblich mitgestaltet hat, gehörten zu Beginn die Servicestelle für BNE „ANU 2000“ sowie der Ausbau des Portals www.umweltbildung.de mit Datenbanken zu Anbietern und außerschulischen BNE-Projekten der Mitglieder (2002-2023). Von 2008-2012 prägte das Projekt „Leuchtpol – BNE im Kindergarten“ die ANU. Mit finanziellen Mitteln aus der Wirtschaft wurden über die Tochtergesellschaft Leuchtpol bundesweit Erzieher*innen aus über 4.000 Kitas qualifiziert. Nach 2015 erzielten interkulturelle Vernetzungsprojekte unter Beteiligung vieler Mitglieder wie z.B. „Umweltbildung mit Flüchtlingen“, oder „Ressourcentag in Asylunterkünften“ bundesweite Wirkung.
Die ANU hat in ihrer 35-jährigen Geschichte als „Trend-Scout“ immer wieder innovative Themen aufgegriffen und sie unter tatkräftiger Mitarbeit von Umweltzentren und Akteur*innen methodisch-didaktisch für die Bildungsarbeit aufbereitet. Annette Dieckmanns besonderer Verdienst ist die kompetente Weiterentwicklung der Bildung für nachhaltige Entwicklung im Verband, etwa durch die Beratung der Mitglieder bei der Bewerbung für BNE-Auszeichnungen. Als Mitglied der Nationalen Plattform BNE stand sie viele Jahre auch international im Austausch und gestaltete in Kooperation mit Partner*innen aus Umweltverbänden, dem Globalem Lernen oder Hochschulen die deutschlandweite Entwicklung und Verankerung von BNE von Anfang an mit.