Studie: Förderung außerschulischer BNE

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Februar 2018: Umweltbildung mit Geflüchteten
Ausgabe Nr. 286

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Wissenswert

Studie: Förderung außerschulischer BNE


Außerschulische Bildungsträger sind wichtig, um Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) der breiten Bevölkerung lebensnah zu vermitteln. Aber wie steht es um deren staatliche Förderung? Was sind Herausforderungen? Was verstehen politische Entscheidungsträger und Initiativen überhaupt unter außerschulischer BNE? Die Studie „(Un-)bezahlbar, (un-)zählbar?“ von Michael Flohr (Universität Erfurt) und Mandy Singer-Brodowski (Freie Universität Berlin) untersucht diese Fragen für die Jahre 2011 bis 2016 in allen Bundesländern.

Die Untersuchung ist Teil des Monitorings zum Weltaktionsprogramm BNE in Deutschland. Flohr und Singer-Brodowski kommen zu dem Schluss, dass das Fördervolumen für außerschulische BNE-Aktivitäten im untersuchten Zeitraum insgesamt leicht anstieg, was jedoch nicht für alle Bundesländer und Ressorts gelte. Entscheidungsträger hätten den Handlungsbedarf erkannt, seit 2011 sei eine Dynamisierung entstanden – vor allem wegen nationaler und internationaler Prozesse wie des Weltaktionsprogramms BNE und der UN-Dekade BNE (2005–2014). Bei der UN-Dekade kamen beispielsweise 60 Prozent der ausgezeichneten Akteure aus der außerschulischen Bildung. Allerdings dominiere weiterhin die Projektförderung – eine langfristige, institutionelle Förderung stelle für außerschulische BNE-Akteure „eine absolute Ausnahme dar“. Die Beschäftigungsbedingungen seien deshalb im nonformalen Bildungsbereich prekär, sie beruhten anders als im formalen Bildungsbereich vor allem auf ehrenamtlichem Engagement. Das vom Weltaktionsprogramm formulierte Ziel „vom Projekt zur Struktur“ sei deshalb sehr wichtig, aber „noch in weiter Ferne“. Die Studie hält vier Bedingungen fest, die gegeben sein müssen, damit die Förderung außerschulischer BNE gelingen kann: politischer Wille; eine verschriftlichte Handlungsstrategie wie ein Aktionsplan oder eine Nachhaltigkeitsstrategie; leicht verständliche und gut auffindbare Förderprogramme, beispielsweise in einer Förderdatenbank; interministerielle und akteursgruppenübergreifende Zusammenarbeit. 

www.bne-portal.de/de/infothek/meldungen/studie

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