Projekt: Unser PlasTick

Hintergrund

Während Menschen jahrhundertelang ohne Plastik lebten, ist ein Leben ohne Plastik heute kaum noch vorstellbar. Plastik ist allgegenwärtig. Dass Plastik gegenwärtig für unverzichtbar gehalten wird, hängt vor allem mit den verschiedenen Vorteilen des Materials zusammen. Doch Plastik bietet keineswegs nur Vorteile. Ganz im Gegenteil wirft insbesondere die Müllproblematik dunkle Schatten auf den Kunststoff. Nicht nur die Ozeane, Meeresstrände und Flüsse, wie etwa die Donau, sind mit (Mikro)Plastik zugemüllt. Neueste wissenschaftliche Forschungsergebnisse zeigen, dass selbst die Meeresböden und die Tiefsee mit Plastikmüll verschmutzt sind. Der Plastikmüll hat fatale Konsequenzen für unsere natürliche Mitwelt. Jährlich sterben etwa 100.000 Meeressäuger und eine Million Seevögel qualvoll durch den Müll. Doch nicht nur unsere natürliche Mitwelt ist betroffen, Plastikprodukte haben auch fatale Konsequenzen für die menschliche Gesundheit. Viele Chemikalien, die zur Herstellung von Plastik eingesetzt werden, sind extrem gesundheitsschädlich. Da die Chemikalien im Plastik nicht fest gebunden sind, können sie mit der Zeit entweichen und über die Atemwege in den Körper gelangen. Besonders problematisch sind hormonell wirksame Substanzen, wie z.B. Weichmacher (Phthalate) und Bisphenol A (BPA).

Projektstart, Ziel und Zielgruppe


Am 6. April 2014 haben Jugendliche auf dem Jugendforum für nachhaltige Entwicklung in Brandenburg das Projekt „Unser PlasTick“ ins Leben gerufen. In erster Linie verfolgt das Projekt das Ziel, eine Bandbreite anderer Jugendliche dazu zu aktivieren sich mit dem Thema Plastik im persönlichen Alltag auseinanderzusetzen und sich über die negativen Auswirkungen der Plastikproduktion und des Plastikkonsums sowie über bereits bestehende Alternativen zu informieren. Als MultiplikatorInnen wollen wir in Bildungseinrichtungen wie Schulen und Universitäten Aufklärungsarbeit leisten, und gleichzeitig unsere Familien und Peergroups zu einem verantwortungs- und umweltbewussten Plastikkonsum anregen.

Momentan führen wir eine ausführliche Recherche zum Problem des Plastiks und zu möglichen Alternativen durch. Die Ergebnisse werden u.a. auf unserer Facebook-Seite ( https://www.facebook.com/UnserPlasTick) festgehalten und für andere zugänglich gemacht.
In Zukunft wollen wir uns an lokalen Aktionen beteiligen (Müllaufräumaktionen bspw.) und an Exkursionen teilnehmen (z.B. zu Kunststofferzeugungsverfahren, Recycling, Upcycling, alternative Verpackungen etc.), Workshops veranstalten (z.B. wie stelle ich mein eigenes Waschmittel und meine eigene Zahnpasta her?) und eigene Projekte durchführen. Dazu möchten wir Kooperationspartner aus allen gesellschaftlichen Bereichen gewinnen, d.h. mit Kommunen, Schulen, öffentlichen Medien, der Abfall- und Recyclingwirtschaft, Forschungseinrichtungen, Naturschutzverbänden und Unternehmen vor allem auf regionaler Ebene kooperativ zusammenarbeiten.