Die schönsten Beiträge 2012

Matthes, Justus, Emma und Alva: Beste Freunde haben einen Stich

Matthes und Justus sind beste Freunde seit dem Kindergarten. Seit letztem Jahr besuchen sie die erste Klasse. Und sie teilen alles: auch den temporären Unwillen gegen ihre Schwestern. Der diesmal aber großzügig mit einer Einladung zum gemeinsamen Mückenjagen  kaschiert wurde.

Die Sammlerwut aller war geweckt worden vom ZALF in Müncheberg. Die riefen nämlich in mehreren Zeitungsartikeln dazu auf, Mücken lebend zu fangen, sie einzufrieren und sie dann ans Forschungsinstitut zu schicken.  Die Mückenforscher im ZALF bestimmen die eingesandten Mücken innerhalb ihrer Studie und untersuchen sie auf parasitierende Krankheitserreger und erstellen in den nächsten Jahren einen umfassenden Mückenatlas.  

In Biesdorf gingen alle gemeinsam mit trockenen ausgewaschenen Marmeladengläsern auf Jagd. Erst in Kinder- und Schlafzimmern. Danach wurde eine Thujahecke mückenfrei gemacht und später stellte man in Apfelbäume, Staudenbeete, Schattenecken im Garten nach. Und nachdem alle Ritzen im Tiefkühlschrank mit Marmeladengläsern, in denen jeweils eine tiefgekühlte Mücke hauste, gefüllt waren und die Mütter ein Mückenjagdverbot verhängten, überlegten die Kinder, woher sie eigentlich kamen , die Mücken. Schließlich wurden Sie in einem Regenwasserfass fündig.

Marmeladenglas um Marmeladenglas wurde mit Regentonnenwasser gefüllt. Aber was kam da alles zum Vorschein? Rote Mückenlarven, Schwarze Mückenlarven, Gelbrandkäfer, Rückenschwimmer und Wasserläufer.

Nun, als erfahrene Mückenjäger, teilen Sie als Freunde und Brüder ihrer Schwestern noch etwas: aufgekratzte Mückenstiche.   

Naturschutzgruppe Ruhlsdorf: Die Kinderstuben der Singvögel

Die Kinder und Jugendlichen erforschen gemeinsam mit Dr. Eva Klawitter die heimische Flora und Fauna rund um ihre Heimatgemeinde. Für dieses Projekt holten sie die Erlaubnis verschiedener Ruhlsdorfer ein, auf deren Grundstücken nach Schwalben und anderen brütenden Singvögeln zu suchen. Sie trugen alle Daten zusammen und gestalteten einen Kalender, um den Ruhlsdorfern zu zeigen, welche Artenvielfalt in ihrem Haus und Hof zu finden ist.   

Julius Thiele, 15 Jahre

Wir waren bezüglich des Projektes „Schwalben in Ruhlsdorf“ zu Besuch bei Werner Jänicke. Er zeigte uns viele Nester von Spatzen und anderen Singvögeln, die in seiner Hecke hausten. Er wusste nicht genau, wie die Vögel alle hießen, konnte sie aber gut beschreiben. Als wir weiter über den Hof gingen, haben wir gesehen wie naturverbunden er ist. In einem nebengelass angekommen, durften wir seine 2 liebevoll behüteten Schwalbennester bestaunen. Ein offenes Fenster bietet den Vögeln Ausflug nach draußen. Wir beobachteten eine Weile das Treiben der Rauchschwalben. Nebenbei erklärte uns Herr Jänicke, dass oft aus dem Wald nebenan die Eichelhäher kommen. Dann mussten wir noch seine Hühner mit dem farbenfrohen Gefieder bestaunen. Zuletzt verabschiedeten wir uns herzlich von dem vogelfreundlichen Dorfbewohner.

Luise Schütze erzählt:

Wir haben Herrn Brademann besucht. Er hat zwar keine brütenden Schwalben, hat sie aber auch sehr gern. Ich war von dem großen Gartenteich begeistert. Da schwamm eine Stockentenmutter mit ihren 14 Jungen. Außerdem brütete eine Mandarinente. Herr Brademann hatte viele Nistkästen gebaut und aufgehängt. Dort brüten die Höhlenbrüter. Auf dem Grundstück rennt der Dackel rum. Der ist echt süß.

Nikola Müller Berichtet:

Als wir bei Familie Krüger ankamen, wollte uns Frau Krüger gleich von ihren Schwalben erzählen. Solange wir denken können, gehören die Schwalben zu ihrem Hof. 2 Nester mit Rauchschwalben befinden sich im Hühnerstall. Deshalb lässt sie im Sommer die Tür immer offen. Herr Krüger hat sogar einen Melkschemel gebaut und angebracht, damit die Schwalben jedes Jahr wiederkommen. In dem einen Nest waren 6 Junge und in dem anderen 4. Sogar ein Schwalbenklo haben die Tiere. Das ist ein Eimer, der unter dem Nest steht. Außerdem haben wir beobachtet, wie die Schwalbeneltern Futter für die Jungen holen. Blitzschnell haben sie sie gefüttert und sind nach 5 Sekunden wieder los geflogen, neues Futter holen. Manchmal sitzt die ganze Familie auf dem Stromkabel, das quer über den Hof geht. Ich fand das sehr schön.

Sandy Demgenski, 11 Jahre erzählt:

Bei meiner Oma, Frau Klingner, hat mich das große Elsternnest fasziniert. Es ist genau ganz oben auf der Spitze eines Baumes. Meine Oma hat Nistkästen aufgehängt. Darüber freuen sich die Feldsperlinge. Sie brüten darin. Bei Familie Ziehe waren wir auch zu Besuch im Hühnerstall. Hier hat ein Schwalbenpaar gebrütet. Wir haben lange zugeschaut, wie sie die Jungen gefüttert haben. Die 5 Babyschwalben waren sehr hungrig. Unter dem Torhaus der Ziehes gab es noch drei Mehlschwalbennester.

Vanessa Wittig berichtet:

Wir waren bei Grubers/Reuters. Franziska hat uns die Schwalben gezeigt. Wir haben die Schwalbennester angesehen. Die kleinen Schwalben haben alles vollgekleckert. Die Rauchschwalben sind schöne Tiere. Sie haben dunkle Federn mit interessanten Mustern. Im Nest waren Babyschwalben. Die konnten schon fliegen. Sie haben ihre Runden gedreht. Ein Junges wollte abhauen. Da war die Schwalbenmutter sauer. Ganz laut hat sie Piep gemacht.

Dann waren wir noch bei Frau Gotter. Sie hat ganz viele Singvögel in ihrem Garten. Die finden dort gute Verstecke, weil Frau Gotter viele Bäume und Sträucher hat.

Vanessa Wischnewski erzählt:

Als wir bei Herrn Hannemann waren, haben wir viel über die Schwalben und andere Vögel erfahren. Er hat uns freundlich empfangen und uns viel über die Lebensweise und Brut der vielen Singvögel in seinem Garten erzählt. Er zeigte uns alte und neue Nester, die wir begeistert fotografierten. Außerdem stellte er uns seine Zwerghühnchen vor. Dann haben wir die Schwalbennester gesehen und beobachtet wie die Jungen mit Geschrei über den Hof flogen. Nicht nur Herr Hannemann auch seine Frau berichtete über Erlebnisse mit den Schwalben, die wir alle notierten. Zum Schluss bekam der Hund der Hannemanns noch Streicheleinheiten von uns. Dieser Besuch war für mich sehr informativ, deshalb habe ich die Geschichte aufgeschrieben.

NAJU Brandenburg: Was fliegt, krabbelt und blüht denn da?

Getreu diesem Motto begaben wir uns am 29.6.2012 auf die Suche nach der Artenvielfalt in der Naturwerkstatt Gerswalde. Zu dieser Zeit fand unser Kindersommerseminar „Natur!Denk!Mal!“ statt. Aufgabe war es herauszufinden, welche Pflanzen und Tiere auf unserem Gelände einen Lebensraum finden.

Um die Mittagszeit wurde zu Tisch geläutet und der Plan für den weiteren Tag verkündet. “Der Natur auf der Spur“. Ratlose Gesichter machten die Runde. Bevor sich jedoch ein Gemurmel breit machen konnte, wurde schon der Schlachtplan erklärt.

Wir hatten uns vorgenommen, alle Fächer eines alten Setzkastens mit verschiedenen Pflanzen zu füllen und diese zu bestimmen. Die Tiere wurden direkt vor Ort bestimmt, spielten jedoch aufgrund der Tageszeit nur eine untergeordnete Rolle.

Die Kinder wurden in Gruppen eingeteilt, genau wie vorher das Gelände in einzelne Teilflächen. Jede Gruppe bekam eine kleine Ausrüstung (Becherlupe, Messer, Bestimmungsbücher, Körbchen), eine Fläche zugeteilt und die Aufgabe, alle Pflanzen und Tiere zu notieren, die sie dort finden konnten.

Dies war gar nicht so einfach, denn es benötigt ein ziemlich gutes Wissen, um unsere heimischen Pflanzen mit Namen zu kennen. Von jeder Pflanzenart wurden liebevoll Blätter und /oder Sprossachse bzw. Blüten abgetrennt und an unsere Sammelstelle gebracht, um dort mit etwas Hilfe der Betreuer und der Bestimmungsbücher die genauen Namen herauszufinden.

Im Anschluss daran wurden die Ergebnisse zusammengefasst. Von jeder Pflanze wurde ein Blatt geerntet, in ein Fach des Setzkastens gelegt und fein säuberlich beschriftet und eingeordnet. Nicht nur, dass die Kinder mit vollem Einsatz dabei waren und somit neue Arten kennengelernt und verstanden haben, welche Pflanzen z.B. unter Naturschutz stehen, nein, sie hatten auch jede Menge Spaß dabei. Denn kaum hatte man eine Pflanze bestimmt, da wurde auch schon wieder eine neue gefunden. Es war ein voller Erfolg und wir haben 137 verschiedene Arten bestimmt.