Artenreich Märkische Schweiz

Vielfalt verbindet

Herzlich Willkommen im Artenreich Märkische Schweiz


„Würden Sie sich von einer Mücke stechen lassen,
um Ihren Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt zu leisten?“ 
Mit dieser (und ähnlichen) kontroversen Fragen möchten wir (ab spätestens Frühjahr 2013) mit den Gästen des Naturparks Märkische Schweiz persönlich ins Gespräch kommen.
Dabei wollen wir nicht nur über den Wert der Erhaltung der Biologischen Vielfalt und deren besonderen Schutz in den Natura 2000-Gebieten in unserem Naturpark informieren, sondern vor allem in eine offene Diskussion mit den Gästen kommen, die zum Überlegen anregen soll und dessen Ausgang offen bleibt.
Im Vordergrund stehen dabei Fragen wie:
„Was hab ich als Mensch davon, dass die Biologische Vielfalt erhalten bleibt?“
„Was bedeutet eigentlich der Begriff Biologische Vielfalt?“
„Wie kann ich in meinem Alltag dazu beitragen, die Biologische Vielfalt zu fördern?“

Oder anders herum gefragt:
„Möchten Sie in einem (artenarmen) reinen Kiefernforst spazieren gehen und sich erholen?“
„Ist Ihnen die Artenvielfalt, die Genetische Vielfalt oder die Vielfalt von Lebensgemeinschaften ein Begriff?“
„Kaufen Sie nur die (artenarmen) Supermarktkartoffeln oder kennen Sie auch die wesentlich (seltenere) lilafarbene Vitelotte?“

Dies soll aber nur der Beginn einer umfangreichen und natürlich vielfältigen Kampagne zur „Akzeptanzsteigerung der Biologischen Vielfalt im Rahmen der Natura 2000-Gebiete“ sein. Weitere spannende Aktionen sind geplant. Lesen Sie auf unserer Internet-Seite:  http://natura2000.naturschutzpark-verein.de  aktuelles und noch mehr zum Thema.

Akteure der Umweltbildung für eine Akzeptanzsteigerung der breiten Bevölkerung für Natura 2000 Belange
Bildungskonzepte und Kommunikationsstrategien entwickelt werden
Projekt bis 2014 – Natura 2000 und biol. Vielfalt hat immer mit dem Menschen zu tun! (Anmerk. V. Ch.B.)
Diese Vielfalt besteht nicht nur aus der Vielzahl der verschiedensten Arten, sondern auch ihrer genetischen Potenz, das heißt ob die einzelne Art sich gegenseitig austauschen und vernetzen kann um ausreichend Nachkommen zu zeugen, und im besonderen um die Vielzahl der verschiedenen Lebensräume, die man hier im Naturpark besichtigen kann.
In einem zweiten Schritt wollen wir uns gerne an die regionalen Anbieter / Dienstleister wenden um auch diese für das Thema zu interessieren bzw. dazu zu animieren das Thema an ihre Gäste weiter zu geben.

Wer im Moor überleben will, muss „fit“ dafür sein – um den Preis einer hohen
Standortbindung ! [LUTHARDT et alii]
•    Vielfalt von Ökosystemtypen
•    Vielfalt von Lebensgemeinschaften
•    Artenvielfalt
•    Genetische Vielfalt

Pflanzenarten:    insgesamt in Brandenburg 1777 Arten
227 Arten an Feuchtlebensräume gebunden = 13 %
63 Arten „Moorspezialisten“, insbesondere in oligo- und mesotrophen Mooren

[Ristow, M et al. 2006: Liste und Rote Liste der etablierten Gefäßpflanzen Brandenburgs. Natursch. Landschaftspfl. Bbg. 15 (4) Beilage]

Laufkäfer:*        insgesamt 339 Laufkäferarten in Brandenburg
davon 90 Arten = 27% u.a. an den Lebensraum Moor gebunden
* Keine Bindung an eng definierte Lebensräume mit Ausnahme der sehr nährstoffarmen, sauren Moore (5 Arten); i.d.R. Feuchtlebensraumbesiedler

[Quelle: Scheffler, et al. 1999: Rote Liste Laufkäfer des Landes Brandenburg- Naturschutz u. Landschaftspfl.
Bbg. 8 (4): Beilage]