AK Ökopädagogik München: Land Art und Agenda 21

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ökopädNEWS
Februar 1997
Ausgabe Nr. 069

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Aus Arbeitskreisen und Verbänden

AK Ökopädagogik München: Land Art und Agenda 21


Der AK befaßte sich auf seiner Sitzung im November letzten Jahres mit dem Thema "Land Art - Kunst in und aus der Natur". Die Künstlerin Karin Bergdolt beschäftig sich seit mehreren Jahrem damit und stellte ihre Arbeit sowie theoretische Hintergründe in Bezug auf Erlebnispädagogik vor. Ihrer Meinung nach ist Landart ein Bindeglied zwischen "harter" (z.B. Rafting, Klettern, Abseilen usw.) und "sanfter" Erlebnispädagogik (z.B. Sensibilisierung der Persönlichkeit durch Bachbettwanderungen oder Naturerfahrungsspiele). Das Land Art-Konzept sieht drei Schritte vor: 1. persönliche Auseinandersetzung mit der Umwelt, z.B. Naturerlebnisspiele und anschließendes Modellieren mit Ton, 2. Entdeckung und persönliches Einlassen auf einen geeigneten Raum sowie Gestaltung und 3. Dokumentation und Präsentation der Produkte, z.B. durch Zeichnen, Ausstellung, Dias. Land Art als pädagogische Methode eignet sich ab 7. Lebensjahr und ist auch für Schulklassen geeignet. (Kontakt: K. Bergdolt, Bernheimer Str. 10, 81925 München, Tel: 089/9578027). Die Dezember-Sitzung des AK stand ganz im Zeichen der Agenda 21: versucht wurde ein Zwischenbericht mit Projektbeispielen aus der Praxis. Elke Winterer- Scheid stellte knapp und übersichtlich Ziel, Zielgruppen und Aufgabengebiete der Agenda vor und verdeutlichte so, daß es um eine neue globale Aufgabe geht, die nicht mit der bisherigen Praxis zu erreichen ist. Neben der Umfrage "Stand der Umsetzung der Lokalen Agenda 21 in Europa" (Lit: Cornelia Rösler "Lokale Agenda 21", 1996, Bezug: DIFU, Berlin, Tel: 030/39001241) stellt sie auch die Aktivitäten des vom Umweltministerium eingerichteten Umweltforum Bayern mit seinen 5 Arbeitskreisen vor. Ziel ist es, möglichst konkrete Vereinbarungen zwischen Staat und gesellschaftlich relevanten Partnern zu schließen (sog. Umweltpakte) und eine "Bayern-Agenda" zu erarbeiten. Hierfür wurden für die nächsten Jahre 140 Millionen DM zur Verfügung gestellt. Anschließend berichtete Carolin Fischer über die Aktivitäten des Umweltzentrum im Informationszentrum Naturpark Altmühltal, wo sie ein umfassendes Konzept für ein "Regionales Bildungsprogramm zur Agenda 21 - Projekt Umweltbildung und Lebensstile" konzipierte und verschiedene Fortbildungen durchführte, u.a. einen Workshop für Jugendliche "Lust auf Zukunft" und den Besuch eines Bioland- Hofes "Wo die Nudeln wachsen".

Die beiden sehr lesenswerten Aufsätze können angefordert werden bei MobilSpiel, Ökoprojekt, Welserstr. 15, 81373 München, Tel: 089/7696025

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