Clearingstelle Umweltbildung am DIE

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ökopädNEWS
August/September 1997
Ausgabe Nr. 075/076

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Titelstory

Clearingstelle Umweltbildung am DIE


Nach zwei Jahren Arbeit legten nun Dr. Heino Apel und Dr. Angela Franz-Balsen ihren "2. Zwischenbericht/Mai 1997" über die "Clearingstelle Umweltbildung" vor. Die Clearingstelle Umweltbildung ist dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) mit Sitz in Frankfurt zugeordnet, einer vom Bund und Ländern geförderten Einrichtung der Wissenschaftsgemeinschaft Blaue Liste (WBL). Das DIE ist aus der Pädagogischen Arbeitsstelle des Deutschen Volkshochschul-Verbandes hervorgegangen und soll vor allem zwischen Wissenschaft und Praxis vermitteln, Projekte ent- wickeln, Fortbildungen für Multiplikatoren durchführen und Publikationen herausbringen. Schwerpunkt der Arbeit der Clearing- stelle Umweltbildung war im letzten Jahr insbesondere die Fortbildung von MultiplikatorInnen, vermittelt wurden u.a. Inhalte zur Professionalisierung in der Umweltbildung, zur Rolle der Bildung im Prozess der Lokalen Agenda 21 (LA21) und zu den Neuen Medien. Der nun vorgelegte Zwischenbericht führt die Aufgabenfelder der Clearingstelle auf, verdeutlicht die geleistete Transferarbeit zwischen unterschiedlichen Multiplikatorengruppen, stellt die Evaluation der Umweltbildungsangebote verschiedner Bundesländer vor, belegt die wichtige Rolle der Bildungseinrichtungen in Prozessen der lokalen Agenda 21 und zählt weitere Arbeitsschwerpunkte und Perspektiven auf. Für viele ANU-Mitglieder sind Heino Apel und Angela Franz-Balsen keine Unbekannten. Wegweisend für die Praxis zum Einsatz der elektronischen Medien in der Umweltbildung sowie ihre integrativen und sehr sachkompetenten Fortbildungen für MultiplikatorInnen. Vergleich- bar zum ebenfalls bundesweit operierenden ANU-Netzwerk, das als Quelle für eine Analyse von Entwicklungen innerhalb der deutschen Umweltbildung in den Umweltzentren dient, bietet die Clearingstelle Umweltbildung eine Fülle angesammelter Informationen zur Erwachsenenumweltbildung in Deutschland. Die Homepage der Clearingstelle im Internet bildet neben einer Selbstdarstellung auch Veranstaltungsankündigungen, Seminarbegleitung, Publikationsbereitstellung und ein Diskussionsforum (http://www.rz.uni-frankfurt.de/die/ clear.html) in dem ca. 40 Teilnehmende aus Praxis, Universitäten, Verwaltung und technischen Einrichtungen eingeschrieben sind (wobei aber weniger das Bedürfnis nach Umweltbildungsdebatte als vielmehr der Bedarf nach gezielten Informationen vor- herrscht). Im Bereich der Fortbildungen gab es eine sehr interessante Veranstaltung zur LA21 mit europäischer Beteiligung (Dokumentation kann im DIE bestellt werden). Hervorzuheben sind auch die Bemühungen der Clearingstelle, die leider noch viel zu wenig berücksichtigten Themen "Konsum" und "Gender-Aspekt" (d.h. eine Perspektive, die die Unterschiede zwischen Männern und Frauen berücksichtigt) in die Umweltbildung einzubringen. Im nun an- stehenden dritten und letzten Förderjahr durch das BMBF will die Clearingstelle neben der Fortführung ihrer Serviceangebote ihr Hauptaugenmerk auf ihre bundesweite, einrichtungsübergreifende Funktion bzw. Aufgabe legen und ein Treffen aller Institutionen organisieren, die bundesweit oder landesweit Umweltbildung offerieren, um Positionen zu verdeutlichen und Gemeinsamkeiten zu diskutieren. Für die ANU, die stets sehr freundschaftlich mit der Clearingstelle kooperierte, bietet sich hier die Möglichkeit, die Wichtigkeit des Erhalts und Ausbaus der Umweltzentren für die Umweltbildung in Deutschland zu unter- streichen.

Kontakt: DIE, Clearingstelle Umweltbildung, Hansaallee 150, 60320 Frankfurt, Tel: 069/95626146, Fax: 174

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