Paradies auf Abruf - Das Ende der Natur im Westen Amerikas?

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ökopädNEWS
November 1997
Ausgabe Nr. 078

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Rezensionen

Paradies auf Abruf - Das Ende der Natur im Westen Amerikas?


Rudolf R. Knirsch
Paradies auf Abruf - Das Ende der Natur im Westen Amerikas?
Campus Verlag Frankfurt, 1997, 272 S., DM 39,80

Die Vereinigten Staaten von Amerika üben nach wie vor auf viele Menschen eine kaum zu widerstehende Fasziniation aus. Wilde Indianer, unendliche Prärie, gigantische Wolkenkratzer, traumhaftes Las Vegas sind nur einige Phantasiebilder. Doch stimmen diese Vorstellungen mit der Wirklichkeit überein? Gibt es nicht auch häßliche Amerikaner, unendliche Monokulturen, heruntergekommene Vorstädte und flächenhaft zerstörte Landschaft? Wer hinter die Kulissen gucken will, dem sei dieses Buch empfohlen. Schon 1987 befaßte sich Rudi Knirsch mit Amerika: "Umwelterziehung in den USA" hieß damals sein vielbeachtetes Buch. Inzwischen ist dem Autor durch viele Aufenthalte in den USA der "Wilde Westen" zur zweiten Heimat geworden. Knirsch räumt rigeros auf mit der Verharmlosung der gigantischen ökologischen Sünden durch massenhaften Tourismus und Großprojekte. Der Indianer als Ökoheiliger? Der Yellowstone Nationalpark als intakte Wildnis? Las Vegas und Los Angeles als Städte der Zukunft? Knisch stellt die besorgte Frage nach den Grenzen der Regenerationsfähigkeit der Natur und berichtet von seiner Reise durch dieses Land. Leicht lesbar, gut recherchiert, unterhaltsam und zugleich spannend bietet das Buch für alle Amerikareisende und Interessierte einen hervorragenden Einblick in ein anderes Amerika.

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