ANU Bayern: Die Rolle der ANU Bayern im Agenda 21 Prozeß

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ökopädNEWS
Januar 1998
Ausgabe Nr. 080

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Neues aus der ANU

ANU Bayern: Die Rolle der ANU Bayern im Agenda 21 Prozeß


Caroline Fischer verfaßte ein sehr interessantes 8-seitiges Papier, in dem sie die Ergebnisse der Agenda 21 (AG 21) -Arbeit des Landesverbandes für 1997 darlegte. So wurden u.a. 6 dezentrale Zukunftswerkstätten durchgeführt und viele Aktivitäten vor Ort gestartet. Der Landesverband wirkte in verschiedenen staatlichen Arbeitskreisen in Bayern mit und gab ein viel beachtetes Jahresprogramm zur AG 21 heraus. Anfang 1997 ermittelte er durch eine Fragebogen-Aktion die Rolle der ANUMitglieder bei der Umsetzung der Agenda 21. Die wichtigsten Ergebnisse: 44 Zentren wurden angeschrieben, 35 antworteten. Fast alle Aktivitäten von Umweltzentren lassen sich direkt oder indirekt einzelnen Kapiteln der AG 21 zuordnen. Schwerpunkte waren die Themenfelder regenerative Energie sowie regionale Vermarktung. 20 Zentren führten Veranstaltungen speziell zur AG 21 durch, die im Jahresprogramm zusammengefaßt wurden. Die Themen waren: soziale und wirtschaftliche Dimension (5 mal), Erhaltung und Bewirtschaftung der Ressourcen (8 mal), Stärkung der Rolle wichtiger Gruppen (19 mal) und Möglichkeiten der Umsetzung / Rolle der Umweltbildung (7 mal). 19 Zentren führten insgesamt 26 Projekte und andere Aktivitäten durch, u.a. zur Veränderung des Konsumverhaltens, ländliche Entwicklung, regionale Wirtschaftskreisläufe, Gründung eines Zentrums für innovative Bildung, berufsbegleitende Weiterbildung und das Projekt Frauenwald 2000. 43% der Zentren bieten Veranstaltungen an, ohne auf Rio oder die AG 21 zu verweisen. Gründe hierfür sind z.B. der geringe Bekanntheitsgrad, geringe Akzeptanz oder die inflationäre Verwendung des Begriffs Agenda. Über die Hälfte aller Zentren sind an der Erarbeitung einer lokalen AG 21 beteiligt, 42% stellen Besuchern entsprechende Materialien zur Verfügung. Geht man davon aus, daß jährlich mindestens eine halben Million Menschen die bayerischen ANU-Zentren besuchen, dann kann man durchaus von einer gewissen Breitenwirkung sprechen. Gewünscht werden vor allem überregionale Fortbildungen zur AG 21, z.B. zur zielgruppenorientierten Bildungsarbeit, zu Kampagnen und Projekten, zu geschlechtsspezifischen Veranstaltungen, zur regionalen Identität oder der Mitarbeit in Arbeitskreisen. Insgesamt ergibt die Umfrage eine zunehmende Bedeutung der AG 21 für die Bildungsarbeit der Zentren, fast zwei Drittel sehen positive Perspektiven für die eigene Entwicklung, nur 4% bewerten dies gegenteilig. Eine gute Studie, die möglichst alle Landesverbände ebenfalls durchführen sollten.

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