Die Farben Afrikas

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ökopädNEWS
November 1998
Ausgabe Nr. 090

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Rezensionen

Die Farben Afrikas


Margaret Courtney-Clarke
Die Farben Afrikas
Frederking & Thaler, München, 4. Auflage 1994, DM 148,-

In abgelegenen Gebieten Westafrikas, wo der natürliche Baustoff Lehm eine einzigartige Architektur hervorgebracht hat, pflegen auch heute noch die Frauen die Tradition der Hausmalerei. Gemeinsam bessern sie nach den schweren Regenfällen die abgewaschenen Lehmbauten aus und bemalen sie neu. Die Farben gewinnen sie aus natürlichen Rohstoffen, ihre Hände dienen ihnen als Pinsel. Ausdrucksstark, monumental, bedeutungsvoll und unendlich variationsreich sind die Muster und Ornamente die Hausfassaden, Innenwände, aber auch Töpfe und Vasen zieren. Vergeblich wird man diese Kunstwerke in Galerien oder Museen suchen, oft überstehen sie nicht einmal einen Jahreszeit. Die Fotojournalistin Courtney-Clarke hat einige der unvergleichlichen Bilder für immer festgehalten und gewährt uns einen Einblick in fremde Welten. Sie bietet zugleich durch die Faszination, die von den Bildern ausgeht, die Möglichkeit, sich auf künstlerische, spielerische und pädagogische Weise mit dem "verdrängten Kontinent Afrika" auseinanderzusetzen.

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