Gen Zeit. Soll alles erlaubt sein, was machbar ist, bei der künstlichen Zeugung und Gentechnik?

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ökopädNEWS
September 2000
Ausgabe Nr. 109

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Rezensionen

Gen Zeit. Soll alles erlaubt sein, was machbar ist, bei der künstlichen Zeugung und Gentechnik?


Scholles, F.
Gen Zeit. Soll alles erlaubt sein, was machbar ist, bei der künstlichen Zeugung und Gentechnik?
Remagen-Kripp: Öko-Vertrieb, o.S., 29,80 Franken

Zielgruppe: Sekundarstufe II, Berufsschule, Universität, Laien, Aktive des Umweltschutzes

Gesamturteil: empfohlen

Inhalt: Im Rahmen des Entscheidungsspiels werden vier bis sechs Mitspieler in die Rolle eines Journalisten, Forschers, Juristen, Psychologen/Soziologen, Theologen/Ethikers oder Kritikers versetzt. Gemeinsam bilden sie ein Expertenteam, welches anlässlich eines Hearings konkrete Fragen rund um die Gentechnologie und künstliche Zeugung bespricht und entscheidet. Angesprochen werden dabei die vier Bereiche "Unfruchtbarkeit des Mannes/der Frau", "Genkartierung" und "Gentechnologie". Je nachdem, wie der Entscheid des Expertenteams in der Abstimmung ausfällt, wird die Forschung zur betreffenden Frage verstärkt oder eingestellt.

Beurteilung: Das Spiel gibt einen guten Überblick zu den mit der Gentechnologie und künstlichen Zeugung verbundenen Fragen und verlangt persönliche Entscheide. Damit setzt es aber ein hohes Maß an Bereitschaft voraus, sich mit Fragen und möglichen Folgen der Gentechnologie intensiv auseinanderzusetzen. Spannung und spielerische Momente kommen durch Ereigniskarten auf, welche nach jeder Entscheidung gezogen werden. Chancen, Risiken, Bürgerproteste oder illegale Forschungen können nämlich die getroffenen Entscheide wieder umstoßen. Wer gewinnt, ist nach Lektüre der Spielanleitung leider etwas schleierhaft, was im Falle dieses Spiels allerdings nicht von entscheidender Bedeutung ist.

Christoph Frommherz