Das Portal für die Umweltbildung

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ökopädNEWS
September 2001
Ausgabe Nr. 120

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Titelgeschichte

Das Portal für die Umweltbildung


Wer im Web nach Informationen zur Umweltbildung sucht, hat es heute einfach: Unter www.umweltbildung.de bietet das Portal für die Umweltbildung in Deutschland auf vielen tausend Einzelseiten umfangreiche Informationen für die Praxis. Ein Service, der seine Geschichte hat.

In Deutschland ist die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung (ANU) Träger des Portals für die Umweltbildung. Eine Vielzahl an Einzelpersonen, Institutionen und Verbänden wirken daran aktiv mit. Wer hier nach Veranstaltungsterminen sucht, wird ebenso fündig wie bei der Suche nach neuen Materialien, Adressen von Umweltzentren oder anderen Anbietern und wichtigen Institutionen. Viele Links führen zu den Partnern der Umweltbildung im In- und Ausland, beispielsweise in die Schweiz (www.umweltbildung.ch) und nach Österreich (www.umweltbildung.at).

Die frühe Phase

Der Startschuss für das Portal fiel 1996 mit dem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projekt "Kontaktbörse Umweltbildung", das bald zum ANU Netzwerk umbenannt wurde. Es ist heute kaum noch vorstellbar, dass damals nur wenige UmweltpädagogInnen mit Begriffen wie E-Mail oder Homepage etwas anzufangen wussten. Oft fehlten die technischen Voraussetzungen und die angebotene Schulungen stießen durchaus auf geteilte Resonanz. Anfang 1997 konnte unter Sybille Hielscher die erste, noch bescheidene Selbstdarstellung der ANU unter www.umwelt.org/anu ins Netz gestellt werden. Abgebildet wurden daneben auch deutsche Umweltzentren mit einem Kurztext, der dem ANU-Buch "Umweltzentren in Deutschland" entnommen war. Großer Dank gebührt dabei Wolfgang Schröder vom Hamburger Verein Mensch, Umwelt, Technik, der das ANU Netzwerk seitdem berät und dessen erklärtes Ziel es ist, unerfahrene und gemeinnützige Verbände an die neuen technischen Entwicklungen heranzuführen.

Die gelbe Phase

Im Juli 1998 wird der Internetauftritt des ANU Netzwerkes unter der Leitung von Birgit Farnsteiner neu gestaltet und durch weitere Servicefunktionen ergänzt. Unter der einprägsamen Adresse www.umweltbildung.de fand sich nicht nur eine stetig wachsende Zahl an eigenen Homepages von Umweltzentren, sondern auch viele Informationen inhaltlicher Art, zum Beispiel über sanftes Reisen oder zur Agenda 21 in Umweltzentren. Daneben wurde der Aufbau einer Referentenbörse betrieben. Die bekannte Startseite mit den gelben Löwenzahn-Fallschirmchen bot erstmals auch eine Link-Liste zu befreundeten Institutionen der Umweltbildung in Deutschland an. Eine verbandsübergreifende Vernetzung wird seitdem durch eine Mailingliste gefördert, die dem Austausch praktischer Erfahrungen dient und die heute - nur drei Jahre später - auf über 900 Adressen angewachsen ist. Mit dem Veranstaltungskalender zum Selbsteintragen wurde 1999 eine weitere wichtige Servicefunktion geschaffen. Heute nutzen fast 200 Institutionen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum diese Möglichkeit und geben ihre Termine selbst ein.

Die blaue Phase

Seit dem Ende der Projektförderung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt arbeitet vor allem Ralf Behrens von der Technischen Universität Hamburg-Harburg am weiteren Ausbau der Vernetzung. Geplant und ansatzweise bereits verwirklicht ist der Aufbau einer Datenbank, aus der die etwa 4000 Internetseiten des Netzwerkes generiert werden. Die Umweltzentren können so ihre eigenen Daten selbständig und auf einfache Weise aktualisieren. Dadurch wird die Arbeit dezentralisiert, was Personalressourcen spart. Die alte Startseite wurde im Juli 2001 von dem jungen Internet-Designer Tobias Jeske komplett überarbeitet und in eleganten Blautönen ausgezeichnet neu gestaltet. Sie bietet in der Mitte eine Leiste mit übersichtlichen Piktogrammen, hinter der sich eine Fülle an Unterseiten und Informationen verbergen. Neben der Selbstdarstellung der ANU und des Netzwerks mit seinen vielen Partnern findet man den Veranstaltungskalender, die kompletten Ausgaben von ökopädNEWS seit Beginn des Jahres 2000, eine Suchmaschine für neue Materialien, umfassende Infos zu den Umweltzentren, die Referentenbörse sowie viele Informationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung. Zusätzlich versorgt am unteren Rand des Bildes ein Ticker den Betrachter mit einer Auswahl an aktuellen Informationen aus Umweltpolitik und Ökologie, die vom ökom Verlag in München zur Verfügung gestellt werden. Neu ist auch die Verknüpfung zu dem vom Umweltbundesamt geförderten Projekt ANU 2000, das die Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Umweltzentren voranbringen will, und zum Verband der Umweltmobile in Deutschland.

Die Zukunft

Die ANU hat mit den neu gestalteten Seiten einen hervorragenden Einstieg in die Welt der Umweltbildung geschaffen. Es lohnt sich hier hereinzuschauen, die bunte Vielfalt der Umweltzentren nach Postleitzahl aufzusuchen oder alphabetisch zu durchforsten, im ökopädNEWS-Archiv nach einzelnen Begriffen zu suchen oder die eigenen Angebote in den Veranstaltungskalender zu stellen. Dieser verbandsübergreifende Ansatz ist im Bereich Umweltbildung wohl einzigartig und durchaus ausbaufähig. Hierzu wäre jedoch die Unterstützung eines Sponsors wünschenswert, um personelle Kontinuität zu wahren und Entwicklungspotenziale nutzen zu können. (jfs)

Kontakt: www.umweltbildung.de, www.umweltbildung.ch, www.umweltbildung.at

Weitere Informationen:
Die Broschüre "300 mal Umwelt im Internet" gibt es kostenlos beim Bundes-umweltministerium (BMU), Referat Öffentlichkeitsarbeit, D-11055 Berlin, Fon ++49/(0)1888/3050, E-Mail service(at)bmu.de, www.bmu.de

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