Lexikon der Öko-Irrtümer. Fakten statt Umweltmythen.

Ausgabe direkt auswählen:

Suchen in allen Ausgaben:

ökopädNEWS
November 2001
Ausgabe Nr. 121

vorheriger Artikel | Inhaltsverzeichnis

Literatur

Lexikon der Öko-Irrtümer. Fakten statt Umweltmythen.


Maxeiner, D./Miersch, M.:
Lexikon der Öko-Irrtümer. Fakten statt Umweltmythen.
München, Zürich: Piper 2000, 494 S.; ISBN 3-492-22873-9, 18,80 Franken/Mark

Zielpublikum: Fachleute und Umwelt-Aktive.
Gesamturteil: Sehr empfohlen.

Inhalt:
"Das Klima kippt" oder "Der Wald stirbt" sind Schreckensmeldungen, die bei näherer Betrachtung so nicht (mehr) stimmen. Solche Meldungen, in Relation gesetzt mit neuen wissenschaftlichen Daten, mit etwas Verstand und der nötigen Zeit beurteilt, zeigen auf, dass Fortschritte im Umweltschutz durch Aufklärung möglich sind. Und die Kluft zwischen einem wünschenswerten (aber hypothetischen) Endzustand und der weniger rosigen Realität werden wir ökologisch wie ökonomisch aushalten müssen - so das Fazit der Autoren zu ihrer Auseinandersetzung mit etwa 150 Vorurteilen aus den Bereichen Energie, Gentechnik, Gesundheit, Klima, Konsum und Alltag, Landwirtschaft, Luft und Wasser, Mobilität, Müll, Naturschutz, Ozon, Tierschutz, Wald, Weltbevölkerung und Wirtschaft.

Beurteilung:
Das Buch richtet sich nicht gegen Umweltschutz, wie man irrtümlicherweise annehmen könnte. Denn das zentrale Anliegen der Autoren ist es, Skepsis gegenüber gut gemeinten und oft gehörten, aber schlecht belegten und gerne geglaubten Behauptungen zu fördern. Und die Leser so anspornen, sich eine eigene Meinung zu bilden. Was ihnen vorzüglich gelingt. Das Buch liest sich leicht, die Autoren kommen ohne akademischen Fachjargon aus. Es ist in thematische, immer gleich strukturierte Kapitel gegliedert. Pro Kapitel werden verschiedene, zum Teil liebgewordene Parolen wie "Die Kiwi kommt mit dem Flugzeug aus Neuseeland" aus dem Kapitel Mobilität nach Aktualität und Richtigkeit untersucht. Fakten, Zahlen, Aussagen und Annahmen sind mit Quellenangaben versehen und können von den Lesern nachgeprüft werden.

Brigitte Eggmann