Evolution im Schneckentempo entdecken

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ökopädNEWS
März 2009
Ausgabe Nr. 198

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Thema: Naturerleben

Evolution im Schneckentempo entdecken


Fast jeder hat sie im Garten oder Gebüsch schon einmal gesehen: die Bänderschnecken. Ihre Gehäuse können gelb, braun oder rot sein und bis zu fünf verschiedenfarbige Bänder aufweisen. Dunkle Schneckenhäuser sind in Wäldern häufiger, während Schnecken in Wiesen heller sind. Helle Gehäuse reflektieren die Sonnenstrahlen, während dunkle Gehäuse die Wärme stärker aufnehmen. Dunkle Gehäuse gibt es eher im kühlen Norden, wo die Schnecken mehr Wärme benötigen. Aus Anlass des 200. Geburtstags von Charles Darwin starteten das Berliner Museum für Naturkunde, der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig (UFZ) ein europaweites Mitmach-Projekt. Schulen und Hobbynaturforscher sind aufgerufen, Bänderschnecken zu suchen, Merkmale wie Färbung und Anzahl der Bänder zu notieren und dies auf eine Internetseite einzutragen. Mit der Zeit soll so eine Europakarte entstehen, die im Vergleich mit historischen Daten die Evolution vor der Haustür miterleben lässt.

www.evolutionmegalab.org

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