Schlechte Noten beim "Vogel-PISA"

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ökopädNEWS
März 2009
Ausgabe Nr. 198

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Thema: Naturerleben

Schlechte Noten beim "Vogel-PISA"


Im Durchschnitt kennen bayerische SchülerInnen nur vier Gartenvögel. Rund sieben Prozent kennen keine einzige Vogelart und nur einer von hundert kennt die zwölf häufigsten Arten: Amsel, Buchfink, Buntspecht, Elster, Gimpel, Grünfink, Haussperling, Kleiber, Kohlmeise, Rotkehlchen, Star und Zaunkönig. Das ergab eine Umfrage der Fachhochschule Weihenstephan bei insgesamt 3.228 Schülern verschiedener Schularten und Altersstufen. Die Amsel ist mit großem Abstand am bekanntesten. Bayerns häufigster Vogel, der Buchfink, ist der unbekannteste. Den Haussperling, früher extrem häufig, kennt nur noch jeder dritte Schüler. Schüler mit höherer Schulbildung hatten eine größere Artenkenntnis. Mädchen verfügten über etwas mehr Wissen als Jungen. Wichtig für die Artenkenntnis war das Vorhandensein eines Gartens oder einer Futterstelle. Schüler, die ihr Wissen von Eltern oder Verwandten hatten, schnitten am besten ab. Das Fernsehen vermittelte dagegen kaum bleibendes Wissen. Um die Freude an der Naturbeobachtung zu wecken, hat der Landesbund für Vogelschutz (LBV) in Bayern die Aktionen "Stunde der Wintervögel" und "Stunde der Gartenvögel" ins Leben gerufen. Für den Elementarbereich gibt es außerdem viele Materialien, darunter ein Kinderliederbuch mit Musik-CD zum abenteuerlichen Leben der Spinnen, Eichhörnchen, Wespen und Schmetterlinge.

www.lbv.de/umweltbildung

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