Neue Umweltbildungszentren dank Konjunkturpaket II

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ökopädNEWS
April 2009
Ausgabe Nr. 199

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Aus ANU und Umweltzentren

Neue Umweltbildungszentren dank Konjunkturpaket II


Im Februar hat die Bundesregierung das größte Konjunkturpaket in der Geschichte der Bundesrepublik vorgelegt. Insgesamt 50 Milliarden Euro stehen für Investitionen sowie für Entlastungen der Bürgerinnen und Bürger bereit. Zehn Milliarden davon sind für eine Bildungsoffensive und die Förderung kommunaler Infrastruktur vorgesehen. Davon wiederum sollen 6,5 Milliarden Euro in den Ausbau von Bildungseinrichtungen, Krankenhäusern und den Städtebau fließen. Die Kommunen können geplante Investitionen vorziehen, beispielsweise bei Kindergärten, Schulen und Hochschulen - aber auch im Bereich der Umweltbildung.

www.bundesregierung.de (Suche: Konjunkturpaket)


Wie die Länder die Mittel verteilen, wird derzeit in den Parlamenten entschieden. Hier drei Beispiele:

Beispiel NRW: Kommunen erhalten Pauschale

In Nordrhein-Westfalen stehen für 2009 und 2010 insgesamt fast drei Milliarden Euro zusätzliche Investitionsmittel zur Verfügung. Die Landesregierung in Düsseldorf beschloss in ihrem sogenannten Zukunftsinvestitionsgesetz einen "Zukunftspakt für die Kommunen". Den Kommunen des Landes werden demnach nach einem bestimmten Schlüssel pauschal insgesamt 2,38 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, der Rest geht an die Hochschulen. Höchste Zeit also für die Träger der Umweltbildung, bei den Kommunen mit ihren Vorhaben vorstellig zu werden.

www.im.nrw.de/bue/359.htm

Beispiel Bayern: Zehn Millionen für die Umweltbildung

In Bayern hat die Regierung bereits Mitte Februar beschlossen, die Umweltbildung mit fast zehn Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II zu fördern. Rund die Hälfte davon soll in das Projekt "Grünes Klassenzimmer" in der Rhön fließen. Die Rhön war vor 30 Jahren das erste Unesco-Biosphärenreservat in Deutschland. Nun soll in Oberelsbach im bayerischen Teil des Schutzgebietes ein neues Umweltbildungszentrum entstehen, das die Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie demonstriert und das öffentliche Bewusstsein für die Biosphärenreservate stärkt. Das neue Haus wäre neben dem Haus der Wildnis im Bayerischen Wald und dem Haus der Berge in Berchtesgaden das dritte große Zentrum in Bayern.

www.rhoen-aktuell.de, www.mainpost.de

Beispiel Hamburg: Zwei neue Umweltbildungszentren geplant

Auch Hamburg nutzt das Konjunkturprogramm der Bundesregierung zur Förderung der Umweltbildung. Der Senat beschloss mit der Drucksache 19/2250 "Hamburger Konjunkturoffensive 2009/ 2010 - Nachhaltiges Wachstum", für das geplante neue "Haus des Waldes" der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald vier Millionen Euro bereitzustellen. Für weitere vier Millionen Euro soll das ehemalige Wasserwerk auf der Elbinsel Kaltehofe unter Erhalt des kulturhistorisch wertvollen Industrieensembles zu einem Ort der Umweltbildung mit hoher Freiraumqualität umgestaltet werden.

www.buergerschaft-hh.de/parldok

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