Transformation von unten

ANU-Projekt "Vom Handeln zum Wissen – Umweltzentren als Change Agents einer Transformation von unten"

Von Mai 2015 bis Dezember 2016 führt die ANU ein bundesweites Projekt durch, das von UBA und BMUB gefördert wird. Als Dach- und Fachverband der Umweltbildungszentren unterstützt die ANU ihre Mitglieder bei handlungsorientierten Aktionen, die auf eine Transformation für nachhaltige Entwicklung zielen, und die sie selbst oder in Zusammenarbeit mit lokalen „Graswurzel“-Initiativen aus ihrem Umfeld durchführen. Dabei werden moderne und digitale Kommunikationsformen, Reflektion von Nachhaltigkeitskriterien und Ansätze kultureller Bildung im Mittelpunkt stehen.

Hintergrund

Die Transformation von unten ist u.a. geprägt von einer Bewegung der Selbstversorgung, des Selbermachens, des Teilens und Tauschens. Durch gemeinschaftliches Ausprobieren entstehen Reallabore, die Wege in eine potentiell nachhaltigere Zukunft anlegen. Vielerorts entstehen Initiativen, die Gemeinschaftsgärten betreiben, Kleidertauschpartys oder RepairCafés organisieren, Reparaturführer erstellen oder durch niedrigschwellige Formate wie konsumkritische Stadtrundgänge informieren. Zu einem lebenswerten Wohnumfeld gehören auch wieder biologische Vielfalt in Form von Wildblumen auf Brachflächen oder Bienen auf dem Balkon. Nicht alle Ideen sind neu, viele werden aber häufig neu „verpackt“. Die oft jungen Akteure nutzen digitale Medien, um viele Mitwirkende zu erreichen, die dann „offline“ lokal aktiv werden. Sie kommunizieren erlebnisorientiert, interaktiv und positiv und verbinden das Thema Zukunftsfähigkeit mit Lebensfreude.

Beteiligen sich Umweltzentren, die einem Bildungsauftrag folgen, an Transformationsinitiativen dieser Art, können sie das Lernen der Beteiligten nach dem Motto "Vom Handeln zum Wissen“ fördern. Durch Ausprobieren und Gestalten wird informell Wissen erworben. Die in der Bildungsarbeit erfahrenen Umweltzentren können dabei Reflektionen über die Gelingensbedingungen und die Wirksamkeit der Aktionen hinsichtlich nachhaltiger Entwick-lung anregen. Sie fördern damit eine "Transformative Literacy", d.h. die Fähigkeit, Informationen über gesellschaftliche Veränderungsprozesse anzunehmen, zu verstehen und eigenes Handeln in die Prozesse einzubringen.

Ziele

Das Projekt zielt auf das Empowerment von Umweltzentren, die sich als Change Agents - Akteure der Transformation von unten verstehen folgende Aufgaben wahrnehmen können:

Die ANU-Akteure erhalten im Projektverlauf einen aktuellen Überblick über das Spektrum der Transformationsinitiativen auf lokaler Ebene und deren Zusammenarbeit mit Umweltzentren. Attraktive und erfolgreiche Maßnahmen werden so zur Nachahmung empfohlen. Kulturelle Zugänge erhalten dabei einen besonderen Stellenwert und es entstehen Kooperationen mit Akteuren aus dem Kulturbereich.

Maßnahmen

 

Kontakt

Angelika Schichtel (Referentin), E-Mail: schichtel@anu.de, Tel. 069 / 716 733 29 -31
Annette Dieckmann (Leitung), E-Mail: dieckmann@anu.de, Tel. 069 / 716 733 29 -21
Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung Bundesverband e.V.
Kasseler Str. 1a
60486 Frankfurt /Main
Fax: 069 / 716 733 29 -10
www.umweltbildung.de/transformation.html

DIESES PROJEKT WIRD GEFÖRDERT VON

Die Umweltschau im Park des Berliner Amtssitzes des Bundespräsidenten zeigt rund 200 Aussteller aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Politik und Medien aus Deutschland und der Schweiz.
Die ANU präsentiert sich mit dem Projekt "Transformation von unten“. Am ANU-Stand können BesucherInnen den „Handprint“, die positive Wirkung auf nachhaltige Entwicklung von beispielhaften Nachhaltigkeitsinitiativen des Teilens, Tauschens und Selbermachens schätzen.

Alle weiteren Infos und eine Liste aller Aussteller: www.woche-der-umwelt.de

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