ANU-Tagungen

Dokumentationen

Die Dokumentation zum Dialogforum finden Sie hier.

Transformation von unten - Grassroots 2.0 trifft Umweltbildung, ANU-Bundestagung 2013

Andrea Baier, Jenny Lay und Christoph Harrach auf dem Podium (v.l.n.r.), Foto: T. Ludwig

Die ANU-Bundestagung beschäftigte sich am 14. und 15. November 2013 in Frankfurt am Main mit neuen und jungen Graswurzelinitiativen, wie der Urban Gardening-Szene, den Selbermachern des „DIY“ (Do It Yourself) oder den „FabLabbern“, technisch-digitalen Tüftlern in den Fabrikationslaboren. Beim Zusammentreffen von Umweltbildungs- und BNE-Akteuren mit den VertreterInnen der Initiativen informierten sich rund  80 Tagungsgäste über die Aktivitäten und loteten Gemeinsamkeiten aus. Andrea Baier von der Stiftungsgemeinschaft anstiftung&ertomis, Jenny Lay von der Universität Freiburg und Christoph Harrach von karmakonsum stellten die neue Kultur des Selbermachens und ihre Bedeutung für die Transformation zur Nachhaltigkeit vor, thematisierten neue Wirtschaftsmodelle und Konsequenzen für den Lebensstil. Besonders engagiert wurde auch der Generationenwechsel von den analogen zu den „digital natives“ diskutiert.

Die Eigenschaften der neuen Initiativen beschrieb Andrea Baier als „frisch und respektlos, aber freundlich“, als „performativ mit einer unaufgeregten Hinwendung zu den Themen“. Es gehe um ein neues Verhältnis zu den Dingen und zum Konsum. Mit dem Selbermachen, Reparieren und Kreieren von Dingen verbinden die Protagonisten keine fertigen Produkten und kein vorgefertigtes Leben. In diesen Prozessen sind die Menschen Lehrende und Lernende in wechselnden Rollen, sie geben Erfahrungswissen weiter, eignen sich autodidaktisch neue Fähigkeiten an und Lernen beim Tun.

Andrea Baier präsentierte das Buch „Stadt der Commonisten“ im Rahmen einer Kooperation von ANU, Deutschem Naturschutzring und Deutscher Umweltstiftung in deren Reihe „Green Talk – Leseabende“.

Die Soziologin Janny Lay spannte den Bogen von der wissenschaftlichen Betrachtung der Entwicklungen zu den persönlichen praktischen Erfahrungen im lokalen Engagement. Im Engagement sieht sie auch eine der Chancen für die Realisierung nachhaltiger Lebensstile und Wirtschaftsformen: Durch Handeln wird erfahrungsbasiertes Wissen gewonnen und neue Deutungsmuster können entwickelt werden.

Christoph Harrach von Karmakonsum stellte die Medien vor, mit denen sich die Szene virtuell organisiert und sich zu Offline-Aktivitäten verabredet. Bereits während der Vorträge gab es unter einzelnen TeilnehmerInnen einen Austausch per Twitter.

Auf dem Marktplatz stellten sich rund 20 junge Graswurzelinitiativen und Umweltbildungseinrichtungen vor und tauschten sich aus: Umweltlernen Frankfurt präsentierte ein von Schülern und Schülerinnen hergestelltes Solarmobil aus dem 3D-Drucker, es wurde zu einem „Clubmob“ – einem Carrotmob in einem Tanzclub eingeladen, mehrere Urban-Gardening-Initiativen und eine Solidarische Landwirtschafts-Initiative stellten sich vor. Die Transition Town Initiative Frankfurt fragte die TagungsteilnehmerInnen nach ihren Aktivitäten für eine nachhaltige Zukunft, das Klimabündnis stellte das Projekt „Stadtwandeln“ vor, welches gemeinsam mit Transition Town Deutschland in mehreren Städten 2014 durchgeführt wird.

Programm

Artikel zum Vortrag von Andrea Baier

Akteure auf dem Marktplatz

Bildungssponsoring und Bildungslandschaften - ANU-Fachtag am 23.11.2012 in Kassel

Programm

Vorträge:

    • Matthias Holland-Letz (freier Bildungjournalist, Köln):
      Bildungssponsoring – Chancen und Gefahren für das öffentliche Bildungswesen.
      Zu den GEW Privatisierungsreports von Matthias Holland-Letz
    • Anika Duveneck (Universität Bielefeld):
      Kommunale Bildungslandschaften - Einblicke in Konzept und Praxis.
      Zum Vortrag
    • Prof. Dr. Gerd de Haan (Freie Universität Berlin):
      Bildungslandschaften für Nachhaltige Entwicklung Etablierung von BNE durch Kooperationen auf lokaler Ebene.
      Zum Lehrforschungsprojekt Quasi-BNE (Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement in der Bildung für nachhaltige Entwicklung)

    Open Space - Markt:

    Dokumentationen BNEE-Tagungen 2011/2012

    Energiewende & Bildung - Dokumentation der Tagungsreihe BNEE - Bildung für nachhaltige Entwicklung und Erneuerbare Energien.
    ANU Bundesverband e.V. (Hg.), ANU-Schriftenreihe Band 27, Frankfurt a.M. 2012, 99 Seiten.

    Gedruckte Tagungsdokumentation können per Email (bundesverband [ at ] anu.de) mit dem Betreff „Bestellung BNEE Dokumentation“ bei der ANU-Bundesgeschäftsstelle bezogen werden. Telefon: 069/716 733 29 - 0

    Von Agrosprit bis Wüstenstrom – Die globalen Zusammenhänge der Energiewende als Herausforderung für die Bildungsarbeit.
    BNEE Tagung des ANU Bundesverbandes am 12. und 13. März in Düsseldorf

    Energielandschaften und Flächennutzung – verstehen, planen, mitgestalten.
    BNEE Tagung des ANU Bundesverbandes am 6. und 7. März in Frankfurt am Main

    Stromnetze der Zukunft - Energieinfrastruktur als Bildungsthema.
    BNEE Tagung des ANU Bundesverbandes am 28. und 29. Februar 2012 in Leipzig

    Erneuerbare Energien in der beruflichen Praxis.
    BNEE Tagung des ANU Bundesverbandes am 20. und 21. Februar 2012 in Hamburg-Harburg

    Umweltbildung als Akteur der Ernährungswende - Ernährungswende jetzt
    ANU Bundestagung vom 21. bis 23. Oktober 2011 in Altenkirchen

    ANU Bundestagung vom 24.-26.11.2009 in Hamburg

    ANU Bundestagung 2008 in der Evangelischen Akademie Tutzing

    ANU-Bundestagung, 29.11.-1.12.2007 Witzenhausen, Hessen

    Umweltbildung und Globales Lernen - Die Kooperation der Zukunft!

    ANU-Bundestagung, 14.-16. November 2006, Hannover

    ANU-Bundestagung, 7.-9. Oktober 2005 , Altenkirchen

    ANU-Bundestagung 6.-8.12.2004, Vlotho (Tagung des Projekts "Nachhaltigkeitsinitiativen")

    ANU-Bundestagung 26.9. – 28.9.2003, Schullandheim Wegscheide (Spessart, in Kooperation mit ANU-Hessen)

    ANU-Bundestagung 25.-27. November 2002

    Energie- und Umweltzentrum am Deister e.V. (in Kooperation mit ANU-Niedersachsen)

    Tagungen und regionale Workshops des Projekts ANU 2000, Bildung für nachhaltige Entwicklung in Umweltzentren